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09.09.2013 - Von Bart B

Wie Wasserhasch hergestellt wird

Zur Herstellung von Wasserhasch bedienen wir uns eines Verfahrens, bei dem eiskaltes Wasser verwendet wird, um die THC-Kristalle aus den Blüten und Blättern zu lösen und sie anschließend mit zwei Sieben abzuscheiden. Das eine Sieb lässt die Kristalle durch und hält das Blattmaterial zurück, während das andere Sieb die Kristalle auffängt und das Wasser passieren lässt. Das Verfahren gleicht dem mit einer „Skuff Machine“, besser bekannt als Pollinator. 

Die Herstellung von Wasserhasch ist arbeitsintensiv, aber die Qualität des Produkts ist sehr gut. Das teuerste Hasch, das in den meisten holländischen Coffeshops angeboten wird, ist normalerweise Wasserhasch. Es bewirkt ein ungemein beflügelndes High anstatt einen totalen „Stoned-Zustand“ auszulösen.

Zur Erzeugung von Wasserhasch brauchen wir einen Eimer mit einem Fassungsvermögen von etwa 20 Litern, einen Satz Ice-O-Lator- oder Bubble-Siebsäcke, einen Mixer, Eiswürfel und eiskaltes Wasser. Umso kälter das Wasser, umso besser, da sich die Kristalle dann beim Umrühren leichter loslösen. Aus diesem Grund ist es keine schlechte Idee, einige große mit Wasser gefüllte Plastikflaschen eineinhalb Stunden in die Tiefkühltruhe zu legen, bevor man sich an die eigentliche Arbeit macht. Beachten Sie, dass sie nicht nicht zu lange drin bleiben, sonst gefriert das Wasser.

Der Eimer wird mit dem eiskalten Wasser aus den Flaschen gefüllt, anschließend mit gewöhnlichem Leitungswasser nachgefüllt. Zuerst wird das Sieb mit der kleinsten Maschenweite eingesetzt,denn damit sollen die THC-Kristalle aufgefangen werden, anschließend das grobmaschigere Sieb. Jetzt können Sie auch Eiswürfel in das Wasser hineingeben, dann die Blätter (Schnittreste) und weitere Eiswürfel darauf werfen. Mit Hilfe der Eiswürfel soll sich das Wasser so stark abkühlen wie nur möglich, so dass die Kristalle, die mit ihnen in Kontakt kommen, leichter vom Pflanzenmaterial abgesprengt werden. Wahrscheinlich benötigen Sie die Eiswürfel nicht, wenn Sie dafür sorgen können, dass ca. 80% des Eimers mit dem Wasser aus der Tiefkühltruhe gefüllt ist. Das Wasser ist so kalt, dass die Hände verletzt werden, wenn sie länger als 20 Sekunden darin eingetaucht sind. Die Eiswürfel schmelzen ziemlich schnell wegen der Drehbewegungen des Mixers und sie halten länger, wenn sie in der beschriebenen Art und Weise verwendet werden. 

Jetzt kann man mit dem Rühren beginnen. Weil das Umrühren der abgeschnittenen Blätter gut eineinhalb Stunden dauert (oder länger), muss ein Betriebssystem derart eingerichtet werden, dass der Mixer fest installiert ist und somit laufen kann, ohne dass er die ganze Zeit gehalten werden muss. Es gibt so viele Möglichkeiten dies zu tun, daher werde ich nicht detailliert darauf eingehen, nur nochmals darauf hinweisen: Für welche Methode man sich immer entscheidet, der Mixer muss an seinem Ort ganz sicher und fest stehen.

Zum Rühren können verschiedene Zubehörteile verwendet werden. Vergewissern Sie sich, dass der verwendete Aufsatz keine scharfen Kanten aufweist; ein Rührbesen in der Art, wie er zum Schlagen von Eiern oder von Sahne genutzt wird, ist ideal. Wir möchten einfach nur sichergehen, dass die Kristalle abgeschlagen werden, ohne dass sich Emulsionen bilden. Wenn Sie dies zugelassen, wird das Hasch verschmutzt, weniger rein sein. Wichtig auch zu erwähnen, dass der Mixer auf eine niedrige oder mittlere Stufe gestellt werden muss, er darf nicht mit hoher Geschwindigkeit laufen. Noch einmal: Es ist nicht unsere Absicht, das Marihuana zu Brei zu schlagen.

Aus der Verfärbung des Wassers lässt sich ersehen, wie groß der Ertrag ausfallen wird. Umso mehr sich die Farbe des Wassers in ein dunkles Goldbraun verwandelt, umso mehr Kristalle sind in ihm enthalten. Wird zu lange und mit einer zu hohen Geschwindigkeit gerührt, wird das Chlorophyll der Blätter freigesetzt und das Wasser nimmt eine grünliche Farbe an.

Um den freigesetzten Kristallen Zeit zu geben, sich abzusetzen, damit sie aufgefangen werden können, lässt man den Mixer am besten jede halbe Stunde für einige Minuten ruhen. Wenn der Mixer ständig läuft, kann eine Sogwirkung eintreten, wodurch die Kristalle zurück nach oben getrieben werden und sich mit dem Blattabfall vermischen.

Bei der Wahl des Eimers sollten Sie einem tiefen, länglichen den Vorzug geben, damit die losgerüttelten Kristalle tief genug absinken können und nicht aufgewirbelt werden, wenn der Mixer wieder eingeschaltet wird. Ein breiter, flacher Behälter ist nicht zu empfehlen; nicht dass ein großer Schaden droht, aber man muss einfach sehr viel länger warten, bis sich die Kristalle angesammelt haben.

Beim ersten Mal ist die Herstellung von Wasserhasch ein Vergnügen und an sich schon ein Erlebnis. Wie ein Goldsucher wird man, wenn der Siebsack hochgewuchtet wird, überwältigt von dem Gefühl freudiger Erwartung und dann von dem Anblick des gehobenen Schatzes. Aber wenn der Reiz des Neuen abgeklungen ist, wird es nur zu einer anderen lästigen Arbeit, die einem seine wertvolle Zeit raubt. Deshalb ist es praktisch, den Mixer mit einer Zeitschaltuhr zu verbinden, die auf die Anzahl der Betriebsminuten programmiert werden kann. Mit ihr können Sie den Mixer so einstellen, dass er sich nach jeder halben Stunde für einige Minuten abschaltet und sich automatisch wieder einschaltet, um mit dem Umrühren fortzufahren. Dann müssen sie nicht alle 30 Minuten zu Ihrem Mixer hetzen. Auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Überzeugen Sie sich, dass der Mixer mit 100%-iger Sicherheit fest verankert ist. 

Nach einiger Zeit ist es soweit, den Siebsack herauszunehmen und die Kristalle zu ernten. Wir nehmen den ersten Siebsack - den mit den Blättern darin - und passen auf, das kein Blattmaterial in den Siebsack mit den Kristallen fällt. Pressen Sie die meiste Nässe aus dem Pflanzenmaterial und legen Sie das Sieb behutsam an einer sauberen Stelle ab, wo es nicht im Weg liegt. Wir wollen nicht, dass die Unterseite des Siebsacks mit Schmutz oder Staub bedeckt wird, bevor man ihn wieder ins Wasser setzt. Der Siebsack mit den Kristallen wird mit einem energisch zupackenden Handgriff herausgeholt und hochgehalten. Das Wasser tropft langsam ab; dabei können die Kristalle diese Entwässerung noch verzögern. Um den Vorgang zu beschleunigen, können Sie den Siebsack mit einer Hand halten und mit der anderen auf dem Sack langsam nach unten pressen. Nach einigen Minuten ist das meiste Wasser draußen.

Pressen Sie die Kristalle auf dem Sieb leicht zusammen. Man kann ein kleines Handtuch oder Küchenrollenpapier verwenden, um den Großteil der verbliebenen Feuchtigkeit aus dem nassen Hasch aufzusaugen. Nachdem das geschafft ist, kann man das Sieb auf der sauberen Oberfläche eines schön ebenen Tisches ausbreiten. Eine Kreditkarte oder etwas dergleichen bietet sich an, um das Hasch zu einem einzigen Haufen zusammenzukratzen. Kratzen Sie behutsam alle Kristalle aus dem Sieb zusammen und drücken Sie sie noch einmal mit den bloßen Händen, um das überschüssige Wasser herauszupressen. Um die letzten Tropfen Feuchtigkeit aus dem Hasch zu kriegen, kann das Hasch für eine Nacht ins Gefrierfach gelegt werden. Am nächsten Tag wird alle Feuchtigkeit herausgezogen sein und sich als eine Eisschicht auf dem Wasserhasch abgelagert haben, die einfach abgerieben werden kann.

Die Schwierigkeiten bei der Herstellung von Wasserhasch haben meist mit der Trocknung zu tun. Ich habe festgestellt, dass wenn man das Hasch frei herumliegen lässt, es früher hart wird. Wasserhasch von wirklich guter Qualität sollte sich unter der Wärme Ihrer Hände oder in der Hosentasche für kurze Zeit in eine leicht knetbare Masse verwandeln. Auch wenn mit Hilfe der Tiefkühlung eine Menge Feuchtigkeit beseitigt wurde, ist immer noch etwas im Hasch zurückgeblieben. Eine Methode, die bei mir funktioniert: das Wasserhasch in eine Plastiktüte 

legen und die verbliebene Feuchtigkeit verdunsten lassen; vor allem in den ersten Tagen die Plastiktüte öffnen, die Feuchtigkeit abwischen und die Tüte wieder schließen. Es kann bis zu einer Woche dauern, bis die Tüte wieder feucht ist. Man sollte nicht vergessen zu öffnen und zu wischen, sonst könnte das Wasserhasch schimmeln. Dieses Problem stellt sich nicht, wenn das Hasch innerhalb von einer oder zwei Wochen geraucht wird. Soll es indessen über eine längere Zeit aufbewahrt werden, ist eine ständige Überprüfung auf Schimmel notwendig. Selbst wenn das Hasch trocken und rauchbar scheint, ist zu bedenken, dass immer noch Feuchtigkeit enthalten ist und bei einer Lagerung über einen längeren Zeitraum Schimmel auftreten kann. Auch wenn das Wasserhasch keiner Wärmequelle ausgesetzt wird, dauert es nur etwa einen Monat, bis es alle Feuchtigkeit verloren hat.

Abschließend sei gesagt, dass verschiedene Cannabisvarietäten verschiedene Arten Wasserhasch ergeben. Einige Cannabissorten behalten ihren Geschmack nach der Erzeugung von Wasserhasch, während er bei anderen verlorengeht. Eine Varietät eignet sich besser zur Gewinnung von Skuff (mit einem Pollinator), und die andere ist besser für Wasserhasch (einige eignen sich natürlich für beides). Es bleibt Ihnen überlassen, die Dinge selbst auszuprobieren - und nicht vergessen: Je höher die Qualität des Blattmaterials ist (d.h. umso mehr THC sie enthalten), umso größer wird der Haschertrag sein!

Ausgabe: Soft Secrets 2013 - 4
 
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