Die Blütephase Von Cannabispflanzen


Die Blütephase ist eine der aufregendsten Zeiten für den Cannabisanbauer. Immerhin fangen Deine Pflanzen jetzt an, ihre lang erwarteten Buds zu produzieren.

Angesichts der Bedeutung dieser Phase des Anbauprozesses ist es besonders wichtig, dass Du sowohl die Blüte- als auch Vorblütephase Deiner Pflanzen verstehst und weißt, wie Du zu dieser Zeit das Optimum aus ihnen herausholst.

Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, ist die Vorblütephase ein Stadium im Anbauzyklus von Cannabis kurz vor der Blüte. Diese Phase beginnt normalerweise während der vierten Woche der vegetativen Phase und Du wirst dann anfangen, die verschiedenen männlichen und weiblichen Merkmale Deiner Pflanzen zu erkennen.

WAS IST DIE BLÜTEPHASE?

Die Blütephase findet nach der vegetativen Phase statt und zu diesem Zeitpunkt beginnen Deine Cannabispflanzen, Blüten zu produzieren. Die Dauer dieses Zyklus variiert abhängig von der Genetik Deiner Pflanze.

Bei den meisten indicadominierten und Indica-Pflanzen dauert der gesamte Zyklus üblicherweise zwischen 7–9 Wochen.

Sativas und sativadominierte Sorten können allerdings über 10 Wochen oder mehr brauchen, um reif zu werden. Extrem sativadominierte Sorten sind dafür bekannt, bis zu 16 Wochen zu blühen!

Denke daran, dass Pflanzen zu blühen beginnen, wenn sie weniger Licht pro Tag erhalten. In einer Innenanbauumgebung geschieht dies, wenn Du Deinen Lichtzyklus von 18:6 auf 12:12 Stunden Licht/Dunkelheit pro Tag änderst. Normalerweise macht man dies nach 1–4 Wochen vegetativen Wachstums.

Im Freien geschieht dies jedoch auf natürliche Weise, wenn die Tage kürzer werden, was üblicherweise während des Herbstes oder dem Ende des Sommers passiert.

DER BLÜTEZYKLUS WOCHE FÜR WOCHE

Hier ist eine grundlegende Übersicht des durchschnittlichen Blütezyklus einer Cannabispflanze. Vergiss nicht: Die Blüte Deiner Pflanze hängt von ihrer Genetik ab, und dies ist nur ein grober Leitfaden, der entwickelt wurde, um Dir eine Grundidee davon zu vermitteln, was Du zu erwarten hast.

  • Woche 1: Die frühesten Anzeichen der Blüte sind durch langsameres Wachstum gekennzeichnet.
  • Woche 2: Zu diesem Zeitpunkt wirst Du zu bemerken beginnen, dass sich kleine Blüten an den Nodien Deiner Pflanzen bilden.
  • Woche 3: In diesem Stadium wächst die Pflanze nochmal kräftig und wird üblicherweise rund 25–50% größer als sie es in Woche 1 war.
  • Woche 4: In Woche 4 hat das vegetative Wachstum der meisten Pflanzen aufgehört. Ab jetzt werden sich Deine Pflanzen auf die Produktion von frostigen, leckeren und potenten Buds für die Ernte konzentrieren.
  • Woche 5: In diesem Stadium wirst Du ein schnelles Wachstum Deiner Blüten bemerken. Jene, die eher gesprossen sind, werden dicker wachsen, während auch neue Blüten in anderen, zuvor nackten Bereichen der Pflanze sprießen werden.
  • Woche 6: Manche kurz blühenden Cannabissorten könnten zu diesem Zeitpunkt erntebereit sein. Andere werden jedoch immer noch Zeit zum Reifen brauchen. Du wirst bemerken, dass Deine Buds, insbesondere die Blütenkelche, anschwellen, und Du wirst außerdem erkennen, dass Deine Pflanzen einen relativ intensiven Geruch entwickeln.
  • Woche 7: In Woche 7 sollten die meisten Deiner Blütenkelche bereit sein, aufzuplatzen und Harz zu produzieren. Das ist auch der Moment, ab dem Du Anzeichen für die einsetzende Reife Deiner Blüten sehen könntest. Manche früheren Buds könnten in diesem Stadium bereits gut entwickelte Blütenstempel haben.
  • Woche 8: Die meisten Sorten mit einer durchschnittlich 7–8-wöchigen Blütephase werden sich in den letzten 2 Tagen dieser Woche auf ihrem Höhepunkt befinden. Deine Blütenstempel sollten eine tieforange oder rote Farbe haben und Deine Blüten sollten mit einer dicken, harzigen Schicht aus Trichomen überzogen sein. Falls sie in diesen Stadium nicht geerntet werden, wird die Potenz und Qualität Deiner Buds anfangen, sich zu verschlechtern.

Hinweis: Falls Du mit einer Sorte mit einer langen Blütephase arbeitest, wird dieser Kreislauf derselbe sein, die Entwicklungen werden aber einfach langsamer geschehen. Achte so oder so besonders auf Deine Pflanzen und wie sie sich entwickeln, damit Du sie genau zur richtigen Zeit erntest.

LICHTBEDARF WÄHREND DER BLÜTE

Um die Blütephase Deiner Pflanzen einzuleiten und aufrechtzuerhalten, wirst Du sie einem konstanten 12:12-Lichtzyklus aussetzen wollen. Das heißt, tagein, tagaus 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit.

Für die besten Ergebnisse wirst Du eine HID-Lampe im gelb-roten Farbspektrum verwenden wollen. Diese Art von Lampe zu verwenden, wird sicherstellen, dass Deine Pflanzen genau die richtige Menge an hochwertigem Licht erhalten, was ihr Potential maximieren wird.

Solltest Du im Freien anbauen, wirst Du selbstverständlich weniger Kontrolle haben. Sorge daher einfach dafür, dass Deine Pflanzen in einem Bereich stehen, in dem sie so viel normales Sonnenlicht wie möglich bekommen können. Achte ebenfalls darauf, dass sie so positioniert sind, dass das Licht alle Teile der Pflanze gleichermaßen erreicht.

NÄHRSTOFFBEDARF WÄHREND DER BLÜTE

Cannabis braucht typischerweise Stickstoff, Kalium und Phosphor, um effizient zu wachsen. Während der Blütephase wirst Du dafür sorgen wollen, dass Deine Nährstoffe besonders reich an letzteren (Kalium und Phosphor) sind, da dies die Schlüsselnährstoffe sind, die die Pflanze für die Grasproduktion benötigt.

Sei vorsichtig mit Stickstoffdüngern, vor allem nach der vierten Woche der Blüte. Überschüssiger Stickstoff kann die Abwehrkraft der Pflanzen senken, was Schädlinge und Krankheiten anzieht.

Du solltest vielleicht eine achtsame Verwendung von "CaMg"-Zusätzen in Betracht ziehen, die dafür bekannt sind, die allgemeine Leistung von Pflanzen zu verbessern (besonders in der Blütephase). Denke daran, um 2–3 Wochen vor der Ernte die Dosen zu verringern und mit der Zugabe von Düngern aufzuhören, damit die Pflanzen die Ziellinie ohne irgendwelche überschüssigen Nährstoffe im Pflanzensystem oder Nährmedium erreichen.

ABSCHLIEẞENDE ERWÄGUNGEN

Der wichtigste Teil des Cannabisanbaus ist, Deinen Pflanzen besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Obwohl sie nicht wirklich sprechen können, sind Cannabispflanzen sehr gut darin, Dir Zeichen darüber zu geben, was sie brauchen und wie sie sich entwickeln. Sorge daher dafür, Dich in die Anbauliteratur einzulesen und den individuellen Genetiken sowie Phänotypen, mit denen Du arbeitest, besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Auf diese Weise kannst Du versichert sein, dass Deine Pflanzen bestmöglich wachsen, und dass Du mit einer fetten Ernte köstlicher Buds belohnt werden wirst.