Marihuana-VIP: Mike Tyson


Marihuana-VIP: Mike Tyson

Erwähne den Namen Mike Tyson und die Leute kennen ihn sofort als einen der größten Boxer aller Zeiten. Da er die Schwergewichtstitel der WBC, WBA und IBF gewonnen hat, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass er niemand ist, den man verärgern möchte. Weniger bekannt über "Iron Mike" ist allerdings, dass er vor seinen Kämpfen Gras nutzte und dass er sich in jüngerer Zeit dem Projekt des Cannabisanbaus zuwandte.

SCHWERGEWICHTS-BOXLEGENDE MIKE TYSON

Iron Mike, Kid Dynamite oder der Baddest Man on the Planet – unter welchem Namen auch immer Du Mike Tyson kennen magst, haben ihn seine Boxkünste zu einem der besten Schwergewichtler aller Zeiten gemacht. Wie so viele andere Sporthelden hatte auch Tyson auf seinem Weg zum Ruhm viele Herausforderungen zu bestehen. Schon als Kind erfuhr er, dass das Leben hart sein kann. Sein Vater verließ die Familie kurz nach seiner Geburt und seine Mutter starb, als er erst sechzehn Jahre alt war.

Sein damaliger Boxmanager und Trainer Cus D'Amato wurde später sein Vormund. Ärger war Tysons ständiger Begleiter und er verbrachte die meiste Zeit seiner Jugend in Gegenden, die von schwerer Kriminalität geprägt waren – was dazu führte, dass er Dutzende Male wegen geringfügiger Verbrechen verhaftet wurde. Trotz all dieser Rückschläge blieb schon in jungen Jahren sein Können im Ring nicht unbemerkt. In seinen Amateurjahren gewann er zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen der Junioren und gewann gegen mehrere bedeutende Gegner.

TYSON DER UNUMSTRITTENE CHAMPION

Es ist schwierig, nur eine Handvoll Highlights aus seiner Karriere auszuwählen. Abgesehen von den persönlichen Problemen, die letztendlich zu seiner Knockout-Niederlage führten, war Tyson im Ring ein Tier. Das heißt nicht, dass er undiszipliniert gewesen wäre, im Gegenteil. Tyson wurde und wird für seine unglaublichen Fähigkeiten, seine Genauigkeit und sein Timing verehrt. Seine charakteristische Kombination von rechtem Haken und rechtem Aufwärtshaken hat viele Herausforderer in die Schranken verwiesen. Um die schiere Kraft zu verdeutlichen, die er im Ring entwickelte, sollte man sich vor Augen führen, dass Tyson seine Gegner in der großen Mehrheit seiner professionellen Kämpfe bereits in der ersten Runde auf die Bretter geschickt hat.

Tyson ist eine Videospielfigur in Nintendos "Mike Tyson Punch-Out", hat Zeichentrickfiguren seine Stimme geliehen, hatte einen Cameo-Auftritt im Film Hangover, während mehrere Filme über sein eigenes Leben gedreht wurden, und war außerdem ein langjähriger Freund von 2Pac. Zusätzlich zu diesen Leistungen schlagen seine 50 Siege durch KO ebenso zu Buche wie die Tatsache, dass er der erste Schwergewichtsboxer war, der gleichzeitig die Titel der WBA, WBC und IBF hielt.

Tysons professionelle Boxkarriere mag zwar von seinen Gefängnisaufenthalten und einigem Ärger im Privatleben überschattet sein, innerhalb des Rings gibt es jedoch nur wenige Boxer, die dort auch nur annähernd so dominant waren wie er.

DIE PARTNERSCHAFT ZWISCHEN TYSON UND CANNABIS

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Tyson hat sich weiterentwickelt und den Mediensturm, das Marketing und die technischen KOs hinter sich gelassen und stattdessen seine Aufmerksamkeit dem Cannabis zugewandt. Tyson gibt zu, während seiner Jugend und seiner Boxkarriere häufig Marihuana genutzt zu haben. Manchmal sogar direkt vor Kämpfen; frag bloß nicht, wie er es geschafft hat, die Drogentests zu umgehen – aber ein falscher Penis könnte hier eine Rolle gespielt haben.

Dank der Legalisierung von Cannabis im US-Bundesstaat Kalifornien hat Mr. Tyson jedoch ehrgeizige Pläne für ein 16 Hektar großes Grundstück entwickelt, das er 2017 erworben hat. Die Anlage soll die Heimat der „Tyson Ranch“ werden. Zu seinen Plänen für das Land gehört ein Amphitheater für Live-Shows, ein Vorratsladen, eine Extraktionsanlage, ein Bildungszentrum und mindestens 8 Hektar für den Anbau von hochwertigem Marihuana. Das Unternehmen, das von Tyson und zwei weiteren Geschäftsleuten gegründet wurde, hat sogar das geschützte Markenzeichen „Iron Mike Genetics“ erhalten. Eines ist sicher: Wenn sein Gras genauso hart zuschlägt wie er selbst, dürfen Cannabisliebhaber auf etwas ganz Besonderes gespannt sein.

Mehr noch, Tyson möchte die Arbeitsplätze, die er schafft, dafür einsetzen, Veteranen zu beschäftigen. Kenntnisse im Cannabisanbau werden so zu einer begehrten beruflichen Qualifikation. Im Tyson von heute, der ehemaligen Soldaten und Soldatinnen im Ruhestand die Chance auf eine neue Karriere bietet, ist die problembeladene Figur, die er früher war, kaum noch zu erkennen.

FAZIT

Egal, ob Tyson sein jüngstes Cannabisunternehmen als Chance nutzt, um für seine Sünden zu büßen, oder einfach nur, um sich einen angemessenen Ruhestand zu sichern (seien wir ehrlich, er braucht das Geld wahrscheinlich nicht) – auf die positive Ausrichtung kommt es an. Die geplanten Investitionen in die Erforschung medizinischer Marihuanasorten deuten auf einen Fokus hin, der nicht nur darauf abzielt, mit der boomenden Cannabisbranche Geld zu verdienen.

Unabhängig davon, was Du von Tysons früheren Aktionen außerhalb des Rings denkst, wird er als einer der größten Schwergewichtsboxer aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Falls er nach all den Jahren der negativen Schlagzeilen Cannabis für eine positive Veränderung und als Weg der Wiedergutmachung nutzen möchte, sollten wir sein Vorhaben von ganzem Herzen gutheißen.

Sicher können nicht nur wir es kaum erwarten, mit Iron Mike in den Ring zu steigen. Wir meinen natürlich sein Gras! Mach weiter so, Mike!