Weed the People (2018): Rezension


 Weed the People (2018): Rezension

"Weed The People" von Abby Epstein ist eine Dokumentation, die sich mit der Behandlung von Krebs mit medizinischem Marihuana auseinandersetzt. Der Film konzentriert sich in erster Linie auf die Kämpfen, denen kranke Kinder und deren Eltern ausgesetzt sind. Der Film dokumentiert ihre Fortschritte und wird zu einem überzeugenden Beispiel für den Einsatz von Cannabisöl bei der Behandlung von Krebs.

Die Ergebnisse zu der Behandlung mit Cannabis grenzen an ein Wunder und werfen zugleich Fragen zu dessen begrenzten Anwendungsmöglichkeiten auf. Während des gesamten Films entwickelt und kommuniziert Epstein eine Botschaft der Hoffnung. Hoffnung, dass Patienten mit der Hilfe von medizinischem Marihuana ihr Leiden überwinden können und Hoffnung, dass Cannabis von mehr Ärzten und Forschern ernst genommen wird.

DAS GUTE AM FILM

Weed The People bietet dem Zuschauer einen sehr informativen Einblick in den aktuellen Stand von medizinischem Marihuana in den USA. Ein beachtlicher Teil des Dokumentarfilms widmet sich der Untersuchung der mangelnden Erforschung der medizinischen Anwendung von Marihuana und der geringen Unterstützung der Bundesregierung für Cannabis als medizinische Behandlungsform. Trotz einiger Berichte, die den offensichtlichen medizinischen Nutzen von Marihuana belegen, ist Cannabis nach wie vor als Droge des Anhangs 1 eingestuft.

Weed The People zeigt auf großartige Weise, dass die eigentlichen Probleme die US-Regierung und die pharmazeutische Industrie sind. Während des gesamten Films teilen zahlreiche Mediziner ihre Frustration über die fehlende Unterstützung von medizinischem Marihuana mit.

Epsteins Film ist schlichtweg inspirierend. Er weckt Hoffnung und Optimismus für die Zukunft von medizinischem Marihuana, Krebsbehandlungen und Krebspatienten. Der Film zeigt auf eindrückliche Art und Weise, wie Menschen persönliche Vorurteile ablegen können, wenn sie selbst von einer schweren Erkrankung betroffen sind. Hinzu kommt, dass durch das Beleuchten der Charaktere und der Motivation gesundheitsorientierter Cannabisproduzenten, Hoffnung auf Widerstand geweckt wird. Epstein zeigt, wie sich Menschen verändern und für eine gute Sache zusammenfinden können.

DAS SCHLECHTE AM FILM

DAS SCHLECHTE AM FILM

Epsteins Film beschäftigt sich nicht umfassend mit dem Thema Verbot, wenn es um medizinisches Marihuana geht. Obwohl sehr herzerwärmend, hat die auf Kinder fokussierte Perspektive des Films den Beigeschmack von emotionaler Manipulation. Der Film gibt den Gegnern von medizinischem Marihuana einfach keine Stimme. Dies wurde besonders deutlich, als einer der Eltern Cannabisöl mit Wundbenzin erhielt. Die Möglichkeit eines verunreinigten Produkts ist lediglich eine Gefahr bei der Dosierung mit Cannabisöl, die noch nicht vollständig erforscht ist.

Darüber hinaus untersucht der Film nicht die finanzielle Seite von medizinischem Marihuana. Themen wie "Cannapreneurs" und Widerstand gegen die Legalisierung sind derart komplex, dass man eigene Dokumentarfilme darüber drehen könnte.

DAS FAZIT

Abby Epsteins Dokumentarfilm ist äußerst informativ und lehrreich, man hätte jedoch noch mehr daraus machen können. Der Film ist emotional anregend und fesselt das Publikum mit seiner herzerwärmenden und optimistischen Handlung.

Trotz seiner Voreingenommenheit wirft der Film einige sehr gute Fragen über den Stand der Marihuana-Forschung auf und wer dafür verantwortlich ist. Darüber hinaus klagt der Film die Bundesregierung und die pharmazeutische Industrie bezüglich deren Vermeidung und Ablehnung von Marihuana als legitime medizinische Behandlungsform an.

Weed The People ist es definitiv wert, von Dir angesehen zu werden. Wenn Du Dich für medizinisches Marihuana und die damit einhergehende Politik interessierst, solltest Du Dir diesen Film unbedingt ansehen!