Was ist die richtige Temperatureinstellung für Deinen Verdampfer, um das Meiste aus Deinem Marihuana herauszuholen?

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Da Cannabis viele verschiedene Wirkstoffe besitzt, ist die Temperatur, mit der Du Deine Buds verbrennst bzw. verdampfst, sehr wichtig. THC wir zum Beispiel bei einer anderen Temperatur freigesetzt wie CBD oder THCV. Was ist also die ideale Temperatur bei der Verwendung eines Verdampfers?

Früher hat man sein Gras noch in einen Joint gedreht oder es in einer selbst gebauten Bong geraucht. In den letzten Jahrzehnten scheint sich aber alles um das Verdampfen des geliebten Krauts zu drehen. Verdampfen ist definitiv zu einem Trend geworden und jeden Tag gibt es neue Produkte auf dem Markt.

Warum also verdampfen und keinen Joint drehen oder einen Hut aus der Bong rauchen?

Verdampfen ist ein viel gesünderer Weg, Cannabis zu konsumieren, da die Cannabinoide aufgeheizt werden, ohne Verbrennung zu verdampfen. Dadurch ist der Dampf eines Verdampfers frei von schädlichen Giftstoffen wie Kohlenmonoxid oder Teer.

Mit einem Verdampfer werden die Cannabinoide einfach verdampft und es entsteht vielmehr Dampf als Rauch. Manche behaupten, diese Methode besitze eine höhere Geschmackskomplexität und manche Studien legen sogar nahe, dass der Dampf Cannabinoide in konzentrierterer Form enthält.

Ein weiterer guter Grund für das Verdampfen sind die Ergebnisse einer durchgeführten Studie. Sie verdeutlichen, dass Verdampfen ungefähr 30% effizienter ist. Das bedeutet, dass Du viel weniger Cannabis benötigst, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Damit sparst Du wiederum sehr viel Geld.

DIE PERFEKTE VERDAMPFUNGSTEMPERATUR VON CANNABIS

Die richtige Verdampfungstemperatur für Deinen Verdampfer ist davon abhängig, welche Wirkung Du erzielen möchtest. Die optimale/herkömmliche Temperaturspanne liegt zwischen 180-210°C. Generell lässt sich sagen, dass Temperaturen unter 190°C ein euphorisches, energetischeres High erzeugen, wohingegen Temperaturen über 190°C für eine entspannendere, meditative Wirkung verantwortlich sind.

Es gibt viele verschiedene Arten von Cannabinoiden und jedes Cannabinoid verdampft bei unterschiedlichen Temperaturen. Du kannst (und sollst) definitiv mit den Einstellungen Deines Verdampfers herumspielen, um ein Gefühl für die unterschiedliche Wirkung und die verschiedenen Geschmacksprofile zu bekommen – mit ein und derselben Grassorte!

Im weiteren Sinne tauchst Du tiefer in die verschiedenen „Profile“ der Cannabinoide in Deinem Gras ein.

Wenn Du die Temperatur erhöhst, steigt die Mischung der Inhaltsstoffe exponentiell an. In den meisten Fällen möchte man das Beste aus dem Cannabis herausholen. Deshalb solltest Du mit einer niedrigen Temperatur beginnen und Dich langsam hocharbeiten. Gib dem High ein bisschen Zeit, bis es sich vollständig entwickelt hat, und konzentriere Dich auf die Wirkung. Finde heraus, welche Temperatur zu welcher Tageszeit für DICH am besten ist. Es spricht nichts gegen ein oder zwei Ladungen bei 160°C am Morgen, um im Verlauf des Tages weitere Züge bei 220°C zu genießen.

Jetzt werfen wir mal einen Blick auf die Cannabinoide. Bei welchen Temperaturen werden welche Inhaltsstoffe freigesetzt? Welche Wirkung haben die Inhaltsstoffe auf unseren Geist und Körper?

VERDAMPFEN BEI NIEDRIGER TEMPERATUR

Temperaturspektrum – 160-185°C

  • THC – 157°C
  • CBG – 52°C
  • Pinen – 155°C
  • CBD – 160-180°C
  • Delta-8 THC – 175-185°C
  • Beta-Caryophyllene – 160°C
  • Alpha-Terpinol – 156°C
  • Beta-Myrcen – 166–168°C
  • Delta-3-Caren – 168°C
  • 1,8-Cineol – 176°C
  • D-Limonen – 177°C
  • P-Cymol – 177°C

Die niedrigste Temperaturstufe Deines Verdampfers sollte bei 160°C liegen. Da THC ab einer Temperatur von 157°C verdampft, solltest Du nicht darunter liegen. So erzeugst Du ein mildes, angenehmes High, das eher auf den Geist als auf den Körper wirkt. Letztendlich ist es das berühmte und von uns allen geliebte THC, das uns das wunderschöne High beschert.

CBG verdampft bei 52°C und wir damit ebenso freigesetzt. Es fördert das Knochenwachstum und stimuliert Gehirnzellen. Außerdem wirkt es gegen Tumore, antibakteriell und gegen Schlafstörungen. Ein durchaus nützliches Cannabinoid.

In Sachen Terpene werden Pinen bei einer Verdampfungstemperatur von 155°C freigesetzt. Sie erweitern die Bronchien und wirken entzündungshemmend. Pinen verleihen Deinen Buds ihr Aroma nach Pinie und Wald.

Bei einer Temperatur von 160°C wird außerdem Beta-Caryophyllene verdampft, was sehr gut ist, denn dieser Inhaltsstoff wirkt so gut wie gegen jeden bedrohlichen Zustand; antiseptisch, antibakteriell, als Antimykotikum, gegen Tumore, entzündungshemmend und schafft zudem Abhilfe bei Angststörungen. Es besitzt ein Aroma nach Nelken oder schwarzem Pfeffer.

VERDAMPFEN BEI MITTLERER TEMPERATUR

Temperaturspektrum – 185-200°C

  • CBN – 185°C
  • CBD – 160 bis 180°C

Die nächste Stufe der Temperatureinstellung liebt bei 185°C. Bei diesen Einstellungen setzt Du CBD (180°C) und CBN (185°C) frei.

CBD ist uns allen als Cannabinoid bekannt, das in Verbindung mit der medizinischen Anwendung von Cannabis steht, jedoch nicht high macht. CBN besitzt sedierende Eigenschaften und wirkt brechreizhemmend sowie krampflösend.

Das Verdampfen auf dieser Temperatur erzeugt ein extrem energetisches und intensives High. Eigenartigerweise ist das Terpen Myrcen, das bei 168°C entfesselt wird, dafür verantwortlich. Es erhöht die Menge an THC, die durch die Blut-Hirn-Schranke gelangt und von Deinem Gehirn aufgenommen werden kann. Außerdem wirkt es gegen Tumore, entzündungshemmend und gegen Muskelkrämpfe. Das Aroma wird Dich an eine Mango erinnern.

Ein weiteres Terpen, das bei dieser Temperatur verdampft, ist Limonen. Es tritt bei 176°C aus, hilft bei Magenproblemen und besitzt ein zitroniges Aroma. Es regt das Immunsystem an und wirkt gegen Krebsgeschwüre.

VERDAMPFEN BEI HOHER TEMPERATUR

Temperaturspektrum – Über 200°C

  • CBC – 220°C
  • THCV – 220°C
  • Linalool – 198°C
  • Terpinol-4-ol – 209°C
  • Borneol – 210°C
  • Alpha-Terpinol – 217°C
  • Pulegon – 224°C

Der nächste und zugleich letzte Schritt Deiner Skala sollte bei ungefähr 200°C liegen. Diese Temperatur erzeugt ein sehr entspannendes und meditatives High. Hast Du jemals etwas von dem Ausdruck „Couch Lock“ gehört? Diese Temperatur ist genau richtig für Patienten mit chronischen Schmerzen.

Das Terpen Linalool verdampft bei 198°C. Es besitzt einen blumigen Geruch und wirkt gegen Psychosen, gegen Angst- und Schlafstörungen, bei Epilepsie und fungiert zusätzlich als Schmerzmittel.

CBC wir bei einer Temperatur von 220°C freigesetzt. Es ist antiviral sowie entzündungshemmend und wird gegen die Bildung von Krebsgeschwüren eingesetzt. CBC hilft außerdem bei Angststörungen und schafft Abhilfe bei Stress.

ZUSAMMENFASSUNG

Hier hast Du nun also die Zusammenfassung. Probiere verschiedene Temperaturen aus und versuche, die verschiedenen Terpene mit ihren unterschiedlichen Gerüchen und Geschmäckern zu erkennen und die jeweilige Wirkung zu erfahren. Finde den medizinischen Nutzen, den Du suchst. Dann kannst Du Dich genau auf die notwendige Verdampfungstemperatur einstellen.

BIN ICH MIT DEM VERDAMPFEN FERTIG?

Das wahrscheinlich häufigste Problem, das Konsumenten zu Beginn des Konsums mithilfe eines Verdampfers haben, ist die Unklarheit darüber, ob man bereits genug konsumiert hat. Wir können dazu nur sagen, dass Marihuana bei 200°C verbrennt. Du kannst erkennen, dass die grüne Farbe des Gras‘ braun wird. Wenn Du eine Verbrennung, und die damit verbundenen Nebenwirkungen vermeiden willst, halte die Temperatur Deines Verdampfers unter 200°C.

Wie Du wahrscheinlich weißt, werden viele Cannabinoide, die für uns Menschen einen Nutzen haben, erst bei einer Temperatur von über 200°C freigesetzt. Die meisten von uns ziehen also, bis nichts mehr übrig ist. Den Puristen unter euch empfehlen wir, die Temperatur langsam zu erhöhen, bis die gewünschte Stufe erreicht ist. Außerdem solltest Du nur ein paar kleine Züge nehmen, anstatt die gesamte Ladung auf die Temperatur aufzuheizen, sodass das Gras verbrennt. So bekommst Du immer noch die Cannabinoide, die Du haben willst.

Tipp: Wenn Du Dein Gras vollständig verwerten willst, kannst Du die Reste aus Deinem Verdampfer im Essen verwenden. Da es bereits den Dekarboxylierungsprozess abgeschlossen hat, musst Du es nicht extra zubereiten. Einfach über Deinen Salat oder Ziegenkäse geben, um de Speisen das gewisse Extra zu verleihen. Verdampftes, braunes Cannabis haben dieselbe Funktion wie Croutons in der Suppe. Damit wird jeder Naturjoghurt zur Geschmacksexplosion. Probiere es aus!

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